Garnenden Vernähen bzw. Verstopfen

Heute gibt es eine kleine Bilderfolge zu meiner bevorzugten Technik des Verstopfens/Vernähens/Einwebens der Garnenden beim Stricken. Verstopft werden muss, damit sich das mühevoll Gestrickte nicht wieder aufdröselt. Es dient also dem Sichern der lose rumhängenden Garnenden und soll, wie das Gestrickte, elastisch sein und zusätzlich auch noch möglichst unsichtbar.

Damit man besser sieht, was beim Garnenden vernähen passiert, habe ich eine dunkelgrüne Maschenprobe und einen orangenen Faden benutzt. Eigentlich ist das Garnende am Strickstück ja dran und hat die selbe Farbe, das fotografiert sich nur leider nicht wirklich gut…

1. Das Garnende in eine Stopfnadel einfädeln.

2. Das Strickstück wenden, denn verstopft wird von links. Gegen das Licht sieht man hier die Maschen ganz gut. Das ist wichtig, weil wir jetzt versuchen, den Verlauf des Gestrickten Fadens durch die Maschen mit der Stopfnadel nachzuzeichnen. Am besten beginnt man in der Nähe der Stelle, wo der Faden herkommt. Man führt die Nadel unter einem Bogen, der nach unten offen ist durch, dann unter dem nach oben offenen Bogen rechts darüber und schließlich wieder heraus. Den Faden locker durchziehen.

3. Jetzt geht es unter dem nach oben offenen Bogen links daneben wieder runter und unter dem ersten Bogen wieder durch.

4. Garn durchziehen.

5. Die Stopfnadel unter dem nächsten Bogen auf der linken Seite durch führen und Schritt 2 wiederholen.

6. Schritte 2 bis 5 fünf bis zehn Mal wiederholen (Faustregel: je rutschiger/glatter das Garn, desto öfter) und alle 2 Wiederholungen das Gestrick dehnen, damit der vernähte Faden schön locker liegt und später unsichtbar ist. So sieht das verstopfte Garn dann von hinten aus.

Und so sieht das Ganze von rechts aus. Fast unsichtbar obwohl das Garn eine Kontrastfarbe hat!

Beim Dehnen sieht man allerdings, wo das orangene Garn ist. Ich hab also nicht geschummelt. 😉

Ok und jetzt zur leidigen Frage des Abschneidens. Bei Sachen, die intensiv gespannt werden, wie Tücher mit Durchbruchmuster etc, spanne ich nach dem Verstopfen und schneide das Ende erst nach dem Trocknen auf ca. 6mm zurück. Sonst kann man das auch gleich machen.

Veröffentlicht von

herrlichkeiten.net

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