Handschuhwetter

Ich verliere nicht oft Dinge. Aber in den letzten Wochen habe ich einige Verluste zu beklagen: eine Uhr, einen Kamm, einen Ohrring (gott-sei-dank rechtzeitig bemerkt und im Kino wiedergefunden) und einen Handschuh. Das ist bisher wirklich der schwerste Verlust (die Uhr wurde schon ersetzt). Und so interessant es auch sein könnte darüber nachzudenken, was diese Verluste bedeuten könnten, geht es hier doch um anderes. Dieses Paar Handschuhe hat mich seit ca 15 Jahren durch die Winter begleitet und wirksam Kälte UND Nässe von meinen Händen fern gehalten. Rotes Wildleder, ein bisschen Karo und ein wärmendes Strickfutter machten sie zum perfekten Begleiter auf dem Rad…gut, das sah man ihnen inzwischen auch an. Aber so ein Wintereinbruch mit Frost und Schneeregen führt einem die Grenzen von Strickhandschuhen sehr deutlich vor Augen.

Jetzt heißt es Alternativen finden: 1. den übrig gebliebenen Handschuh auftrennen, und als Schnitt für ein neues Paar benutzen. Fraglich ist nur, ob ich so schmale Nähte hinbekomme und ob ich so ein dünnes, wärmendes Futter finde. 2. ein neues Paar kaufen. Eigentlich suche ich schon seit dem letzten Winter Wildlederhandschuhe (auch gern Fäustlinge), die mit Lammfell gefüttert sind. Vergeblich! Ich werde also mein Glück wieder versuchen müssen. Auf Weihnachtsmärkten und in Kaufhäusern. Habe ich schon erwähnt, wie ungern ich einkaufen gehe? Besonders, wenn ich etwas bestimmtes suche (und brauche)! Das erinnert mich, dass mein Paar brauner Stiefel auch ersetzt werden muss. Aber rein wettertechnisch sind die Handschuhe wirklich mehr als dringend!

ein einsamer Handschuh/a lonely glove

I seldomly lose things. But in those last weeks I lost a watch, a comb, an earring (this one I was able to find in the cinema where I lost it) and a glove. While it might be interesting to think about what this might mean this blog is a place for other dicussions. 😉 The loss of the glove actually hurts me the most as it is the hardest to replace. I really loved my trusty red suede gloves, lined with a cosy knit fabric. They have brought me through I guess 15 winters of biking. Ok, the wear was already showing, but nonetheless such a turn of weather like yesterdays with frost and rain mixed with snow makes me feel the limits of knit gloves and mittens.

Now I have to find alternatives: My first idea was to rip out the remaining one and to use it as a pattern to sew up new ones by myself. But will I be able to make such tiny seams and where do I find such thin and warm lining? The second option is buying a new pair. Actually I’ve been looking for a pair since last winter. Preferably suede mitts with lambswool lining – but in vain! SoI guess I have to try my best. I am even inclined to go hunting for a pair on one (or all) of the many christmas markets here in Berlin as well as looking through the usual suspects. Did I mention that I hate shopping? Especially if I have a decided idea of what I’m looking for!? And I also need a new pair of brown boots this winter. But as I still have a couple of other warm shoes, the glove dilemma has to be solved first.

ja, das war wirklich mal rotes Wildleder/yes, this has been red suede

Veröffentlicht von

herrlichkeiten.net

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